MEETING NEWS

Leichtathleten trotzen dem Wetter und bieten Bestleistungen

 

Am Freitagabend des 16. Juni trafen sich 130 Spitzenleichtathleten aus 26 Nationen zum 19. Anhalt-Meeting im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. Zumindest auf das Wetter bezogen hatte der Veranstalter Anhalt Sport diesmal nicht das große Los gezogen. Starker Wind pfiff bei kühlen Temperaturen über das Rund und erschwerte den Athleten die Wettkämpfe.

 

Das war aber auch wirklich der einzige Makel in diesen Abendstunden. Viele der Athleten ließen sich vom Wetter nicht beirren und boten den 5087 Zuschauern Weltklassesport. Sogar ein Meeting-Rekord fiel bei dieser Auflage – Im 400 Meter-Sprint der Frauen sicherte sich die Ukrainerin Olha Zemlyak in 51,98 Sekunden nicht nur den Sieg. Und auch die Sprinter über 100 Meter hielten, was sie versprachen. So beispielsweise „der schnellste Mann Deutschlands“, Julian Reus (TV Wattenscheid 01), der sich bei seinem ersten Start in diesem Jahr souverän den Sieg sicherte. Im Vorlauf überquerte Reus nach 10,23 Sekunden die Ziellinie. Im Finale bestätigte er seine gute Form und beendete den Lauf nach 10,25 Sekunden.

 

Aber auch eine Prise Tragik war dabei. So über die 100 Meter Hürden der Frauen. Nadine Hildebrandt (VfL Sindelfingen), die mit einer Größe von 1,58 Meter deutlich kleinste Läuferin in diesem Starterfeld, beeindruckte das Publikum, denn sie lag nach der Hälfte der Strecke vorn. Doch dann schlug das Unglück für Hildebrandt zu: Sie verletzte sich und konnte den Wettbewerb nicht zu Ende bringen. Am Ende gewann Franziska Hofmann vom LAC Erdgas Chemnitz in 13,13 Sekunden. Oder aber Diskuswerfer und Olympiasieger Christoph Harting (SCC Berlin). Der im Vorfeld beworbene Champion haderte mit den Witterungsbedingungen und blieb mit 61,08 Metern und Platz fünf hinter den Erwartungen. Dafür stellte sich der Österreicher Lukas Weißhaidinger ins Rampenlicht und setzte sich mit 64,67 Metern an die Spitze des Starterfeldes, verfehlte damit nur knapp die WM-Norm. Zweiter wurde Martin Wierig (63,79 Metern, SC Magdeburg).

 

Eine kleine Sensation schafften die Polen Piotr Lisek und Tomasz Jaszcuk. Stabhochspringer Lisek übersprang trotz Wind und Kälte 5,70 Meter. Weitspringer Jaszcuk knackte eine magische Marke und sprang gleich in seinem ersten Versuch auf 8,07 Meter. Markus Rehm (TSV Bayer Leverkusen) stand dem fast in Nichts nach und landete nach 7,91 Metern in der Sandgrube.

Damit bot das 19. Anhalt-Meeting erneut alles. Und auch schon Stunden vor den Hauptwettkämpfen füllte sich das Stadion. Ein Rahmenprogramm, bestehend aus dem Kindersportfest, den Jugendwettkämpfen, dem Schülerwettbewerb „Anhalt sucht den Supersprinter“ und dem Jedermann-Lauf „Anhalt läuft“, animierte zum Mitmachen. Durch den Abend führten mit Wolf-Dieter Poschmann und Andreas Möckel bekannte Stimmen. Auf LED-Wänden konnten die Resultate zeitnah abgelesen werden.

 

Das Organisationsteam um Ralph Hirsch und Tobias Schneider und die zahlreichen Helfer stemmten erneut eine Mammutaufgabe und ließen den Abend zu einem Ereignis werden. Ein Dank geht dabei einmal mehr an das Referat Sportförderung, den 1. Leichtathletik Club Dessau sowie den Polizeisportverein Dessau und weitere Sportvereine der Stadt.

 

Am 8. Juni 2018 soll dem Publikum eine besonders grandiose und unvergessliche Auflage geboten werden. Denn im kommenden Jahr steht mit dem 20. Anhalt-Meeting ein Jubiläum bevor. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen.

 

 

Pressekonferenz zum 19. Internationalen Leichtathletik Meeting „Anhalt 2017“

 

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting findet zur anstehenden 19. Auflage des Anhalt-Meetings die passendste Bezeichnung für die Leichtathletikveranstaltung im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. „Das kleine ISTAF“ – Und Harting muss es wissen, schließlich ist er Berliner und kommt rum in den Stadien dieser Welt. So ist Harting auch am Freitagabend des 16. Juni zu Gast.

 

Zu Beginn der Pressekonferenz zum Meeting im NH-Hotel lässt der Veranstalter Anhalt Sport ein Video ablaufen, das Harting im vergangenen Jahr bei seinem Siegesversuch im Dessauer Diskusring zeigt. Erinnerungen werden wach. Der Abend, die Musik, die Atmosphäre, die Nähe zu den Zuschauern, die Gewissheit des Erfolgs. Christoph Harting sieht sich den kurzen Film mit einem Lächeln an. An diesem Abend warf er Meetingrekord und stand ganz oben auf dem Treppchen. Nicht nur in Dessau, auch wenige Wochen darauf bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. „Man muss immer das Beste aus sich herausholen“, so Harting. „Ich möchte immer der Beste sein.“ Dabei ist es ganz gleich, in welchem Ring er gerade steht. Der Erfolg selbst bedeute ihm allerdings nichts. In Rio „habe ich eine optimale Leistung abgerufen“, erklärt der Diskuswerfer. „Mit dem Olympiasieg habe ich mich in gewisser Weise unsterblich gemacht. Ob ich das wollte – keine Ahnung.“ Christoph Harting ist ein Gegner des Mainstreams. Christoph Harting hat seine eigene Meinung. Christoph Harting ist „besessen von seinem Weg“ den Diskus weiter zu werfen, als es rein physisch möglich ist.

 

Für Meetingdirektor Ralph Hirsch gehört Harting zu einem der Highlights in der Geschichte des Anhalt-Meetings. Doch das Sportevent habe viele Geschichten, viele Gesichter und ist wahrlich eine Besonderheit in der Referenzliste der Stadt Dessau-Roßlau mit 292 Sportevents in den letzten 20 Jahren. „Der Sport ist mit eines der wichtigsten Aushängeschilder der Stadt“, betont Hirsch. „Und mit dem Anhalt-Meeting haben wir ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Mitteldeutschland. An dem Abend ist eine enorme Vielfalt der Disziplinen zu bestaunen. Der Mix ist unser Markenzeichen.“ Zwölf Disziplinen sind es diesmal. Die Männer messen sich über 100 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 110 Meter Hürden, im Diskuswurf, Weitsprung und Stabhochsprung. Die Frauen treten über die 100 Meter, 400 Meter, 800 Meter sowie 100 Meter Hürden und im Dreisprung an. Eine 13. Disziplin wurde in das Vorprogramm mit aufgenommen – 3000 Meter Gehen mit der deutschen Elite um Christopher Linke. Überhaupt werden mehr als 1000 Aktive an diesem Tag teilnehmen und sowohl den Breitensport als auch den Spitzensport vertreten. Los geht es mit den Kleinsten. Mit einem Kinder Spiel- und Sportfest wird der Nachmittag eingeleitet. Die Finalläufe des Schulwettbewerbes „Anhalt sucht den Supersprinter“, Jugendwettbewerbe und die Laufveranstaltung ‚Anhalt läuft‘, die über verschiedene Distanzen durch den Vorderen Tiergarten führt, verkürzen das Warten auf den Startschuss am Abend. Ab 18.30 Uhr werden die Hauptwettkämpfe ausgetragen.

 

Hirsch ist es besonders wichtig: Dass viele Teilnehmer zum Mitmachen animiert werden. Dass die Zuschauer begeistert sind. Dass sich das Meeting von Veranstaltung zu Veranstaltung bestens entfaltet. Dass die Athleten gerne wiederkommen.

Etliche Sportler kehren zum wiederholten Male ins Greifzu zurück. Sprinter Alexander Kosenkow, zählt Hirsch auf, wird zum 16. Mal am Start sein. Stabhochspringer Tim Lobinger war beim Anhalt und beim Springermeeting in der Anhalt Arena Dessau insgesamt 20 Mal von 2002 bis 2012 als aktiver dabei. Die gesamte Organisationscrew des Dessauer Meetings wünscht Tim Lobinger alle Kraft und Zuversicht dieser Welt, diesen wichtigsten Wettkampf seines Lebens erfolgreich zu gestalten.

 

„Viele Athleten aus aller Welt, fragen auch bei uns für einen Startplatz an, das zeigt uns auch, dass wir in Dessau wahrgenommen werden und wir international einen exzellenten Ruf haben“ beschreibt Meeting Ralph Hirsch die Situation.

Gestemmt wird das Event von Anhalt Sport e.V., bestehend aus Meetingdirektor Ralph Hirsch sowie Wettkampf- und Eventmanager Tobias Schneider. „Dann steht noch eine große Crew vieler Ehrenamtlicher Mitstreiter hinter uns. Dazu gehören beispielsweise Helfer vom 1. LAC Dessau, dem PSV Dessau 90“, zählt Hirsch auf.

 

Und Christoph Harting? Der hat die Ohren gespitzt und lauscht, was im Hintergrund der Veranstaltung läuft, auf die er sich freut. Dessau als Stopover vor London, wo im August die Weltmeisterschaften stattfinden. „Ich bin amtierender Olympiasieger“, so Harting. „Unter einer Medaille muss ich mir meine Zielstellung nicht setzen. Ich möchte Weltmeister werden.“ Und da er vor seinem Sieg in Rio vergangenes Jahr in Dessau gut vorgelegt hatte, wird er das auch am Abend des 16. Juni in Angriff nehmen. Schließlich will Christoph Harting immer der Beste sein. 

 

 

Über Dessau nach London zurück auf den Stabhochsprung-Thron

 

Er ist (noch) nicht Sergey Bubka (6,14 Meter) oder gar Renaud Lavillenie (6,16 Meter). Er überflog auch noch nicht die magische Marke von 6 Metern, wie seine deutschen Kollegen Tim Lobinger (6 Meter) und Björn Otto (6,01 Meter). Weltmeister ist er dennoch. Seinen bisher größten Erfolg erzielte der Stabhochspringer Raphael Holzdeppe bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau, als er mit 5,89 Meter vor dem französischen Talent Renaud Lavillenie, der für dieselbe Sprunghöhe mehr Versuche benötigte, den Titel sicherte – mit 23 Jahren.

Seine Besthöhe schraubte der heute 27-Jährige 2015 auf 5,94 Meter und wurde Deutscher Meister. Im selben Jahr gewann er bei den Weltmeisterschaften in Peking die Silbermedaille. Holzdeppe übersprang wie der Sieger Shawnacy Barber aus Kanada 5,90 Meter, leistete sich aber zuvor mehr Fehlversuche.

Die vergangene Saison wurde für Holzdeppe zum „Seuchenjahr“. Er bestritt nach einer Verletzung im Sprunggelenk erst ab Juni Wettkämpfe. Aufgrund muskulärer Probleme verpasste er die Europameisterschaften. Bei den Olympischen Spielen scheiterte er in der Qualifikation – Doch Holzdeppe ist zurück. In diesem Jahr wurde er bereits Deutscher Hallenmeister. Bei den Hallen-Europameisterschaften in Belgrad kam er mit seinem ersten 5,80 Meter-Sprung seit mehr als einem Jahr auf den fünften Platz. Sein Weg führt damit im August nach London zu den Weltmeisterschaften. „Es ist zwar noch ein langer Weg bis London, aber da hätte ich natürlich schon gerne meinen Titel zurück“, so Holzdeppe.

Und dieser Weg führt ihn auch über Dessau, wenn am 16. Juni das Anhalt-Meeting im Paul-Greifzu-Stadion ausgetragen wird. Holzdeppe kommt gerne nach Dessau, ein Unbekannter ist er da schon längst nicht mehr. Und den Meetingrekord vom US-Amerikaner Jeff Hartwig von 5,90 Metern zu überbieten, ist für Holzdeppe allemal möglich. Vielleicht gibt der junge Stabhochspringer in Dessau dabei sogar einen Vorgeschmack auf sein Ziel in London. Schließlich möchte Holzdeppe zurück auf den Stabhochsprung-Thron.

 

 

OLYMPIASIEGER HARTING IN DESSAU

Diskuswurf-Olympiasieger Christoph Harting pusht sich beim 19. Anhalt-Meeting in Dessau für seinen Weltmeistertitel

 

Diskuswerfer Christoph Harting steht ganz still, reckt sein Gesicht in die sommerliche Brise, seine Augen sind halb geschlossen. Die deutsche Nationalhymne schallt, tausende von Menschen stehen im Stadion, sitzen weltweit vor den Fernsehern, halten die Luft an und genießen mit ihm den Moment. Den zauberhaften einzigartigen Moment, in dem der 2,07 Meter große Mann zwar klein im Rund des Stadions wirkt, aber Erstaunliches vollbrachte. Langsam streckt Harting einen Arm aus und hebt seine Goldmedaille weit in die Luft.

Christoph Harting oben auf dem Podest – nach Olympiagold im Vorjahr bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in London gut vorstellbar. Ob er diesmal wirklich ruhig stehen wird, statt erneut ein Tänzchen aufzuführen, ist nicht sicher, aber dass er das Treppchen stürmen wird, zumindest für ihn, glasklar: „Ja, ich werfe Weltrekord – definitiv“, sagte der 27-Jährige kürzlich. Der Weltrekord im Diskuswurf liegt bei 74,08 Metern. Aufgestellt von Jürgen Schult aus der ehemaligen DDR im Juni 1986. Aber diese Marke interessiert Harting nicht. Sein Ziel lautet: 80 Meter. Auch das steht für ihn fest. Biomechaniker halten diese Weite für unmöglich. Bei 78 Metern sei nach ihren Berechnungen Schluss. „Man braucht Visionen“, kontert Harting. „Man muss von Größerem träumen, von Höherem denken. Ich schaffe es, weil ich daran glaube.“

In Rio de Janeiro, als er 2016, vier Jahre nach seinem älteren Bruder Robert, Olympiagold erkämpft hatte, landete Christoph Hartings Diskus bei 68,37 Metern. Knappe zwölf Meter unter seinem Ziel. Doch wo wäre Harting für einen weltmeisterschaftliches Stelldichein besser aufgehoben als beim 19. Anhalt-Meeting in Dessau? Schließlich nutzte der Hüne das Dessauer Rund auch im Jahr zuvor bereits zur Qualifikation für die Olympischen Spiele in Brasilien, blieb in der Muldestadt lediglich 31 Zentimeter unter seiner Goldweite. Veranstalter Anhalt Sport e.V. zeigte sich begeistert über die Startzusage des Olympiasiegers. „Es ist eine Anerkennung und hohe Wertschätzung für das Dessauer Meeting. Die Leichtathletik Fans können sich aber auch auf andere Weltklasse Leckerbissen freuen.“, so Meeting Direktor Ralph Hirsch. In den nächsten Tagen wird es eine ganze Reihe von Top

Verpflichtungen geben. Und auch am Freitagabend des 16. Juni möchte Christoph Harting die Zuschauer begeistern und einen Vorgeschmack auf seinen Weltmeistertitel geben. Ganz sicher.

 

Weltklasse im Greifzu -

19. Internationales Leichtathletikmeeting am 16. Juni 2017 in Dessau

 

Weltklasse trifft sich im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. Fast 150 nationale und internationale Leichtathleten geben sich dort Jahr für Jahr die Klinke in die Hand. Botswana, Puerto Rico, Singapur, Litauen, Island, Cayman Islands – exotische Urlaubsziele? Zumindest Beispiele, welche Nationen bereits vertreten waren. 81 waren es insgesamt. Über 1000 Aktive werden an diesem Tag teilnehmen und sowohl den Breitensport als auch den Spitzensport vertreten. Los geht es mit den Kleinsten. Mit einem Kinder Spiel- und Sportfest wird der Nachmittag eingeleitet. Die Finalläufe des Schulwettbewerbes ‚Anhalt sucht den Supersprinter‘, Jugendwettbewerbe, die sich einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen, und die Laufveranstaltung ‚Anhalt läuft‘, die über verschiedene Distanzen durch den Vorderen Tiergarten führt, verkürzen das Warten auf den Startschuss am Abend. Zum 19. Mal wird am Freitag, dem 16. Juni, ab 18.30 Uhr das Internationale Leichtathletikmeeting ausgetragen.

Und doch ist es immer wieder anders. Jedes Jahr wartet das Internationale Leichtathletik-Meeting „Anhalt“ mit Neuerungen auf. Stetig neue Akzente begeistern nicht nur die Zuschauer, die in das Paul-Greifzu-Stadion nach Dessau-Roßlau pilgern. Auch die Athleten fühlen sich wohl. Kehren nicht nur gerne auf das rote Oval zurück, weil sie dort Normen knacken können. Normen, die die Eintrittskarte für Europa- oder Weltmeisterschaften bedeuten, das Ticket zu Olympischen Spielen. Die Leichtathleten genießen die Atmosphäre. Die Stimmung, die herrscht. Die Nähe zu den Besuchern, die sich zahlreich versammeln. Die direkt an den Weitsprunggruben sitzen. Die es bei Läufen von den Sitzen reißt. Die ein Raunen durch den Abendhimmel schicken, wenn der Speer scheinbar nicht aufhört, durch die Luft zu fliegen. Mehr als 5000 Besucher sind es jedes Jahr. „Das Meeting“, bringt es Meeting-Direktor Ralph Hirsch auf den Punkt, „ist DIE Leuchtturm-Veranstaltung in der Region“.

Seit 1999 wird das Dessauer Meeting jährlich durchgeführt. Es ist im internationalen Wettkampfkalender fest verankert und eine der bedeutendsten Sportgroßveranstaltungen in Mitteldeutschland. Es hat sich zum wichtigsten deutschen Sportfest nach dem ISTAF in Berlin entwickelt. Ein abwechslungsreicher Mix aus verschiedenen Lauf-, Sprung- und Wurfdisziplinen bildet das Hauptprogramm. Zwölf sind es in diesem Jahr. Die Männer messen sich über 100 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 110 Meter Hürden, im Diskuswurf, Weitsprung und Stabhochsprung. Die Frauen treten über die 100 Meter, 400 Meter, 800 Meter sowie 100 Meter Hürden und im Dreisprung an. Meeting-Direktor Hirsch kann bereits heute abschätzen, welche Wettbewerbe am Freitag, dem 16. Juni, die Highlights des Abends werden. Die Starterfelder der Diskuswerfer und der Stabhochspringer werden in dieser Auflage sowohl durch internationale, als auch durch bekannte nationale Athleten besonders interessant vertreten sein. Doch die starke Besetzung ist bei allen Disziplinen der Fall. Insgesamt waren in den vergangenen 18 Auflagen des Anhalt Meetings 365 Medaillengewinner von Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen am Start. Heike Drechsler, Lars Riedel, Andreas Thorkildsen, die Gebrüder Harting, Thomas Röhler, Piotr Malachowski oder Kelly Holmes und und und reihen sich in die Liste der Starter ein. Um drei Wochen wurde das diesjährige Meeting nach hinten verschoben, um die Möglichkeit der Saisonvorbereitung insbesondere zu den Deutschen Meisterschaften so zu gestalten, dass die Athleten bereits ein hohes Leistungsniveau aufweisen. Denn auch darauf wird Wert gelegt: Neben den Topstars der Leichtathletik, die aus aller Welt anreisen, liegt das Hauptaugenmerk auf den deutschen Spitzenathleten. Darunter auch Athleten aus Sachsen-Anhalt. Ziel ist es, den Sportlern aus der Region die Möglichkeit zu bieten, sich in einem großen international renommierten Meeting zu präsentieren.

Das Meeting hat sich einen außerordentlich hohen und exzellenten Stellenwert erarbeitet und ist vom Deutschen Leichtathletik-Verband und dem Europäischen Leichtathletik-Verband als eines der bedeutendsten und herausragenden Leichtathletik-Meeting analysiert worden. Und auch am 16. Juni wird der Veranstalter nicht kleckern, sondern klotzen. Die Jubiläumsveranstaltung 2018 wird bereits in diesem Jahr ihre Schatten vorauswerfen.

 

MDR Hörfunk vom Pressegespräch am 03. April 2017

 

Flash News leichtathletik.de

 

 

Startschuss für den Kartvenvorverkauf mit den Partnern der Stadtsparkasse Dessau und Stadtwerke Dessau v.l.n.r. Herr Dino Höll (Geschäftsführer Stadtwerke Dessau), Herr Thomas Zänger (Geschäftsführer Stadtwerke Dessau), Ralph Hirsch, Herr Frank Brakelmann

Spannungsgeladene Momente setzen Emotionen frei

 

Bevor sich die Weltklasse-Leichtathleten bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel, bei den Europameisterschaften in Amsterdam oder gar den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ihrer Konkurrenz stellen, waren sie im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion zu Gast. Unvergessliche Bilder zeigten sich, als beispielsweise der 100 Meter-Sprinter Julian Reus (TV Wattenscheid 09) mit 10,18 Sekunden den neuen und von Meeting-Direktor Ralph Hirsch „langersehnten“ Stadionrekord aufstellte, die erst 19-jährige 1500 Meter-Läuferin Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer Leverkusen) ihre Gegnerinnen mit 4:09,28 Minuten und erreichter EM-Norm in die Schranken wies, es Speerwerfer Lars Hamann (Dresdner SC 1898) mit 85,67 Meter zu persönlicher Bestweite und Olympia Qualifikation brachte oder 800 Meter-Läuferin Christina Hering (LG Stadtwerke München) mit 2:00,37 Minuten Olympia-Norm erfüllte. „Es war eine der besten und auch erfolgreichsten Auflagen“, resümierte Hirsch. Ein gutes Dutzend Olympia-Normen, reihenweise Europameisterschafts-Normen, persönliche Bestwerte sprechen für sich – insgesamt waren es so viele wie nie zuvor. „So, wie das Meeting an diesem Abend war, habe ich es mir vorher nur in meinen kühnsten Träumen wünschen können.“   

 

Insgesamt 170 Athleten maßen sich am 27. Mai vor den knapp 5200 Zuschauern in Zeiten, Weiten und Höhen. Bei der inzwischen 18. Auflage des internationalen Leichtathletik-Meetings „Anhalt“, der zweitgrößten Leichtathletik-Veranstaltung nach dem ISTAF in Berlin, wurden Emotionen freigesetzt, Normen geknackt, Rekorde gebrochen. „Anhalt“ heißt eben nicht nur Leichtathletik zu sehen. Es heißt vor allem auch: Leichtathletik zu spüren. Es ist ein Eintauchen, ein Mitfiebern, ein Jubeln, ein Aufspringen von den Sitzen und Staunen, wenn die Sportler ihre Leistungen abrufen. Es ist ein Erlebnis.

 

Das Dessauer Oval war, wie schon oft bewiesen, erneut ein Garant für ein „besonders spezifisches Flair für Diskus und Speer“. Gut in Erinnerung behält dabei wohl ein Jeder den Auftritt von Diskuswerfer Christoph Harting. Mit einem Tänzchen betrat er den Ring. Der rechte Arm zuckte passend zur Musik in die Luft. Der linke Fuß tippte rhythmisch auf den Boden. Das Publikum wurde in einen Bann gezogen. In den Harting-Bann. Sein Wurfgerät flog über 65 Meter. Die Weite, die für die Olympia-Norm angesetzt ist. Fünffach. Jedes Mal folgten eine Feuerfontäne und ein lauter Knall. Die Zeichen, ein Ticket für Rio so gut wie in der Tasche zu haben. Hartings letzter Versuch zog nach rechts, beinahe über den Sektor hinaus. Aber mit 68,06 Metern auch besonders weit. Zu persönlicher Bestweite. Zum Stadionrekord. Zum Meeting-Rekord. Zur Weltjahresbestleistung. Wer diesen Wurf gesehen hat, hat ihn auch erlebt.

 

Schon Stunden vor den Hauptwettkämpfen füllte sich das Stadion. Ein Rahmenprogramm, bestehend aus dem Kindersportfest, den Jugendwettkämpfen, dem Schülerwettbewerb „Anhalt sucht den Supersprinter“ und dem Jedermann-Lauf „Anhalt läuft“, animierte zum Mitmachen. Durch den Abend führten mit Wolf-Dieter Poschmann und Andreas Möckel bekannte Stimmen. Auf zusätzlichen großen LED-Anzeigen konnten die Resultate blitzschnell abgelesen werden. Ein farbenfrohes großes Feuerwerk, das den Nachthimmel erleuchtete, rundete das Spektakel nach spannungsgeladenen Stunden ab.

 

Das Organisationsteam und die zahlreichen Helfer stemmten erneut eine Mammutaufgabe und ließen den Abend zu einem der herausragenden Sportevents der Region werden. Ein Dank geht dabei einmal mehr an die wichtigen Partner, das Sportamt der Stadt Dessau, den 1. Leichtathletik Club Dessau sowie den Polizeisportverein 90 Dessau, das avendi Team und weiteren Sportvereinen und Partnern. Doch erst die Hauptsponsoren, Stadtsparkasse, Stadtwerke der Stadt Dessau sowie Lotto Toto Sachsen-Anhalt und gut 30 weitere wichtige Partner ermöglichen dieses Event.

 

Und so fingen die Vorbereitungen für das kommende Meeting „ANHALT“ bereits an. Denn auch 2017 soll dem Publikum eine grandiose und unvergessliche Veranstaltung geboten werden. Der um drei Wochen in den Sommer verlegte Termin soll wieder spektakuläre Ergebnisse und volle Emotionen versprechen. Und den Leichtathleten eine einzigartige Station in ihrem Sportjahr sein. Am Freitag, dem 16. Juni, wird zum 19. Mal in das Dessauer Paul-Greifzu-Stadion geladen.

Wurfwiese im Greifzu-Stadion lädt zum Knacken der Olympia-Norm ein

 

Einer der Top-Athleten für das Leichtathletik-Meeting „Anhalt“ konnte bei der Pressekonferenz bereits in Dessau begrüßt werden. Unter den Flügeln der „Tante Ju“ saß der Speerwurf-Weltmeister von 2011, Matthias de Zordo, und stellte sich den Fragen. Aber nicht nur de Zordo wird die Qualität des zweitbedeutendsten Leichtathletik-Meetings im Land nach dem ISTAF in Berlin hochhalten. Bereits 121 Athleten-Verpflichtungen können Meeting-Direktor Ralph Hirsch und sein Organisationsteam vorweisen. Und die Zahl der Teilnehmer steigt stetig. „Es ist jetzt schon eine runde Veranstaltung“, sagt Hirsch über den Verlauf der Vorbereitungen. „Und es wird immer runder.“ In dreizehn Disziplinen werden sich nationale Meister, Kontinentalmeister, Europa- sowie Weltmeister und Olympiasieger im Paul-Greifzu-Stadion die Ehre geben. Die Frauen treten über 400, 800 sowie 1500 Meter, über 100 Meter Hürden und im Dreisprung an. Die Männer messen sich im 100, 800, 1500 sowie 3000 Meter-Lauf, im Stabhochsprung, Speer- sowie Diskuswerfen und erstmalig im Dreisprung.

 

Auch Dr. Robert Reck, Beigeordneter für Wirtschaft und Kultur der Stadt Dessau-Roßlau, findet ganz und gar anerkennende Worte für das bevorstehende Event: „Das Anhalt Meeting hat sich zu einem Traditionsmeeting mit internationaler Strahlkraft entwickelt.“ Verstecken muss sich das Dessauer Meeting wahrlich nicht, schließlich „werden Kassel, Amsterdam, Rio und Dessau in einem Satz erwähnt“. Denn dieses Jahr ist ein ganz besonderes für alle Top-Leichtathleten. Ein sportliches Ereignis folgt dem nächsten - die Deutschen Meisterschafen in Kassel im Juni, die Europameisterschaften in Amsterdam im Juli und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (Brasilien) im August. Mittendrin: das 18. Internationale Leichtathletik-Meeting in Dessau-Roßlau am Freitag, dem 27. Mai.

 

Nach seiner Verletzungsserie und drei verpassten Saisons möchte de Zordo nun wieder angreifen. Sein Traum und erklärtes Ziel: Olympia 2016. Sein erster Wettkampf auf dem Weg dorthin: Das Anhalt Meeting in Dessau. Während der Genesungsphase bereitete dem Sportler vor allem der Kopf weit mehr Probleme als gedacht. Doch in diesem Jahr blieb er bisher beschwerdefrei. „Ich mache einen Haken an die Krankheitsgeschichte. Mein Traum lebt und ich probiere jetzt, an meine alte Leistung anzuknüpfen“, spricht de Zordo klare Worte. Seine Bestweite liegt bei 88,36 Metern. Die Norm für Olympia bei 83 Metern. In Dessau wird der 28-Jährige ideale Bedingungen vorfinden. Neben einer harten Konkurrenz wird er auch „eine Wurfwiese im Paul-Greifzu-Stadion vor sich haben, die für sensationelle Weiten geeignet ist“, weiß auch Hirsch, der an den Meeting-Rekord des Russen Sergej Makarow mit 90,86 Metern erinnert. Zudem steht es de Zordo am Wettkampftag frei, aus welcher Richtung er am Abend werfen möchte.  

 

Die Voraussetzung für die besonderen Annehmlichkeiten und den reibungslosen Ablauf ist ein großes Organisationsnetzwerk, das dem Veranstalter Anhalt Sport zur Seite steht. Dazu gehören das Referat Sportförderung, der 1. Leichtathletik Club sowie der Polizeisportverein Dessau, das avendi Team und weitere Sportvereine der Stadt. Auch die beiden Hauptsponsoren, die Stadtsparkasse und die Stadtwerke der Stadt Dessau, halten dem Anhalt Meeting die Treue. Und der Meeting-Direktor setzt noch eine Schippe drauf. Als „Faszination pur“ beschreibt Hirsch, was die Zuschauer erwartet. Nicht nur sportliche Höchstleistungen werden zu bestaunen sein, auch neue optische Reize sorgen für einen großartigen Abend. Nicht nur beim abschließenden Höhenfeuerwerk wird Pyrotechnik zum Einsatz kommen, sondern bereits während der Wettkämpfe. Zudem werden LED-Anzeigen dem Publikum synchron erreichte Zeiten oder Weiten anzeigen. „Wir wollen keine reine Show, aber man sollte mit der Entwicklung gehen – oder ein Vorreiter sein“, erklärt Hirsch die Neuerungen.

Pressekonferenz im Technikmuseum Hugo Junkers

Der schnellste Deutsche aller Zeiten zu Gast in Dessau

Neben sieben Deutschen Meistertiteln und zwei Vize-Europameistertiteln ist die Liste weiterer gewonnener Medaillen lang. 2014, bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm, lief er über die 100 Meter deutschen Rekord. Nach fast 30 Jahren unterbot er die bis dahin bestehende Zeit von Frank Emmelmann um eine Hundertstel und überquerte die Ziellinie nach 10,05 Sekunden. Mit Julian Reus kommt der schnellste Mann Deutschlands in das Dessauer Paul-Greifzu-Stadion.

 

DLV-Bundestrainer Robert Stein überließ den derzeit besten deutschen Sprintern, Reus, Lucas Jakubczyk und Sven Knipphals, die Entscheidung, bei welchem Qualifikations-Wettkampf sie starten möchten: Beim Anhalt-Meeting in Dessau oder einen Tag später bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim. Die Drei entschieden sich für Dessau.

 

„Mit Julian Reus konnten wir eine Lichtgestalt des deutschen Sprints verpflichten“, freut sich Hirsch. Vielleicht liegt das auch an den Annehmlichkeiten, die das Dessauer Organisationsteam bietet. Bei den Sprint-Disziplinen ist die Laufrichtung frei wählbar. So kann die 100 Meter Bahn gespiegelt werden. Je nach Windverhältnissen können die Teilnehmer wie üblich das Ziel von Nord nach Süd in Angriff nehmen - oder eben von Süd nach Nord. „Wir schaffen Top-Bedingungen für alle Athleten“, so Hirsch.

 

Selbstbewusst ist der 28-jährige Reus: „9,99 Sekunden sind machbar. Meine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen“, und, „Die Leichtathletik hat mehr zu bieten als Usain Bolt“, sind seine Worte. Nun bleibt abzuwarten, ob Reus beim Meeting in Dessau ein Ausrufezeichen setzen wird.

Dessauer ANHALT Meeting ist erste Wahl

 

Noch fünf Wochen verbleiben, bis das Dessauer Anhalt-Meeting, eine der bedeutendsten Leichtathletik-Veranstaltungen Deutschlands nach dem ISTAF in Berlin, Sportler aus der ganzen Welt in das Paul-Greifzu-Stadion lädt. Und die Athleten-Verpflichtungen für den Abend des 27. Mai laufen auf Hochtouren. Die ersten Namen konnte Meeting-Direktor Ralph Hirsch bereits bekannt geben: 

 

Matthias de Zordo

Boris Obergföll, einst erfolgreicher Speerwerfer und aktuell DLV-Bundestrainer, sagte 2011, nachdem sich sein damaliger Schützling Matthias de Zordo den Weltmeistertitel im Speerwurf sicherte: „Mit so wenig Aufwand so weit zu werfen - das schafft sonst auch keiner.“ De Zordo, der außerhalb des Wettkampfbetriebs dafür bekannt war, lediglich das Nötigste zu tun, wollte nach diesem, seinem größten Erfolg, ein „bisschen andere Trainingsreize setzen“ und ein „bisschen an der Kraftschraube drehen“. Die damalige Kampfansage somit eindeutig. Und das eindeutige Ziel: Olympia 2012. Doch dann kam der Rückschlag: Einer Kapselverletzung im Wurfarm folgte ein Achillessehnenriss, folgten erneute Probleme im Wurfarm - de Zordo verpasste drei Saisons.

 

Heute blickt der 28-Jährige nach vorn. 2012 wechselte der Linkshänder zum SC Magdeburg und zu Trainer Ralf Wollbrück. Die Muskulatur in der Wade und die Bänder im Sprunggelenk sind soweit aufgebaut, die Verletzungen auskuriert. Der Speerwerfer hat seit dem Sehnenriss keinen einzigen Wettkampf bestritten, doch jetzt möchte der 1,91 Meter große de Zordo wieder angreifen: „Ich werde kämpfen, um zu zeigen, was noch in mir steckt.“ Sein neues Ziel: Olympia 2016.

 

Erst kürzlich, im Februar und März, standen intensive Trainingswochen im Bundesleitungszentrum in Kienbaum auf dem Programm. Und auch der erste Wettbewerb seit der Misere steht fest: Das Anhalt-Meeting in Dessau.

 

„Der Bundestrainer Boris Obergföll ist auf uns zugekommen und hat angefragt, ob wir in Dessau das Speerwerfen mit ins Programm nehmen“, beschreibt Hirsch die Aufnahme der zusätzlichen Disziplin. Matthias de Zordo wolle in Dessau seinen ersten Wettkampf nach seinem Achillessehnenriss antreten. Ob er seiner Bestweite von 88,36 Metern, geworfen beim Diamond-League-Finale in Brüssel (09.2011), bereits nahekommen wird? Die erste Vor-Olympialuft wird de Zordo im Paul-Greifzu-Stadion auf jeden Fall schon schnuppern können. Die Verpflichtungen weiterer namhafter deutscher und internationaler Speerwerfer sind im Gange. Einen Besuch wird de Zordo Dessau bereits vor dem Leichtathletik-Meeting abstatten. Er wird zur Pressekonferenz am 4. Mai zu Gast sein.

 

 

 

Die Athleten finden ideale Bedingungen und die Zuschauer finden ein Erlebnis

 

Die Bedeutung des „Anhalt“-Meetings in Dessau-Roßlau ist nach wie vor eine feste Größe in der nationalen wie internationalen Leichtathletikszene. Es ist nachdem ISTAF in Berlin, das zweite Große Meeting in Deutschland. Jedes Jahr werden aufs Neue zahlreiche internationale Athleten verpflichtet und Kleinigkeiten werden perfektioniert. Am Freitag, dem 27. Mai, jährt sich das Spektakel im Paul-Greifzu-Stadion zum 18. Mal. Und ebenfalls zum 18. Mal dabei sind die beiden Hauptpartner und Sponsoren - die Stadtsparkasse und die Stadtwerke Dessau. Zu einem Pressetermin fanden sich zwei Monate vor dem Ereignis der Vorstandsvorsitzende Konrad Dormeier und Mario Taesch der Stadtsparkasse Dessau sowie die Geschäftsführer der Stadtwerke Dessau, Thomas Zänger und Dino Höll, am Ort des Geschehens ein.

 

„Wir kratzen an zwei Jahrzehnten Anhalt“, betont Meeting-Direktor Ralph Hirsch das Reifen der Veranstaltung. „Und das ist nur in diesem Verbund möglich. Ich bedanke mich für die Treue, die uns unsere Partner entgegenbringen.“ Mit starkem Rückhalt kann Hirsch seine Ziele verwirklichen: Für die Sportler ideale Bedingungen schaffen und den Zuschauern ein Riesenerlebnis bieten.

 

2016 ist ein „Megajahr für die deutschen Leichtathleten“. Nur drei Wochen nach dem Meeting in Dessau finden in Kassel die Deutschen Meisterschaften statt. Noch einmal zwei Wochen später die Europameisterschaften in Amsterdam. Und im August die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, Brasilien. Die Athleten-Verpflichtungen für das Meeting laufen derzeit auf Hochtouren. Top-Sportler aus aller Welt werden den Termin im Dessauer Oval gerne in Anspruch nehmen. Die erreichten Zeiten, Weiten und Höhen werden vom Deutschen Leichtathletik-Verband anerkannt - und damit winkt ein Ticket nach Rio.

 

Aber: „Es geht nicht nur um Rekorde“, erklärt Hirsch die Faszination des Show-Abends. Und erzählt nicht ohne Stolz, dass in der 18. Auflage der 90.000ste Besucher „Willkommen“ geheißen wird. Ab 18.30 Uhr treten nationale Meister, Kontinentalmeister, Europa- sowie Weltmeister und Olympiasieger in 13 Disziplinen an. Die Frauen bestreiten Wettbewerbe über 400, 800 sowie 1500 Meter, über 100 Meter Hürden und im Dreisprung. Die Männer messen sich im 100, 800, 1500 sowie 3000 Meter-Lauf, im Stabhochsprung, Diskus- und Speerwerfen und im Dreisprung. Der Dreisprung der Männer findet dabei erstmalig statt. „Das ist ein ganz besonderes Erlebnis für die Besucher, wenn unmittelbar vor der Haupttribüne der Dreisprung der Männer und Frauen ausgetragen wird. Da kann einem schon mal der Sand um die Ohren fliegen.“ Es geht eben wirklich nicht immer nur um Rekorde, sondern auch um das Erlebnis.

 

Aber nicht nur die Anerkennung von Normen ist den Teilnehmern wichtig. Viele profitieren und schätzen die einzigartigen Annehmlichkeiten, die das hiesige Organisationsteam zusätzlich bietet. So kann die 100 Meter Bahn gespiegelt werden. Je nach Windverhältnissen können die Sprinter wie üblich das Ziel von Nord nach Süd in Angriff nehmen - oder eben von Süd nach Nord. Ähnlich verhält es sich mit der Diskusanlage. Ein mobiler Käfig macht beste Wurfbedingungen möglich.

 

Ein Rahmenprogramm wird zudem Jung und Alt zum Mitmachen motivieren. Ob beim Kindertagsportfest, der Ermittlung des Supersprinters, den bundesoffenen Jugendwettkämpfen oder dem Freizeitlauf ANHALT läuft, bei dem Strecken über neun und drei Kilometer entlang der Mulde durch das Biosphärenreservat geboten werden, ein Jeder kann den Nachmittag mitgestalten.

 

Karten sind ab sofort in den Vorverkaufsstellen (Tourist-Information Dessau, Pressezentrum Kanski, Stadtsparkasse Dessau, Tourist-Information Roßlau) für 12,00 EUR / Haupttribüne/Sitzplatz und 6,00 EUR / Stehplatz (ermäßigt 3,00 EUR) zu erwerben. An der Abendkasse sind Karten gegen einen Aufpreis von drei (Haupttribüne/Sitzplatz) bzw. zwei Euro erhältlich.

Sparkasse Dessau und Stadtwerke Dessau beim Warm-Up für Anhalt 2016

ANHALT 2016 – Dessau vor Augen, Rio de Janeiro im Hinterkopf

 

Dieses Jahr ist ein ganz besonderes für alle Top-Leichtathleten. Ein sportliches Ereignis folgt dem nächsten - die Hallen-Weltmeisterschaften in Portland (USA) im März, die Deutschen Meisterschafen in Kassel im Juni, die Europameisterschaften in Amsterdam im Juli und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (Brasilien) im August. Und mittendrin: das 18. Internationale Leichtathletik-Meeting in Dessau-Roßlau. Am Freitag, dem 27. Mai, kämpfen erneut nahezu 200 Athleten um Zeiten, Weiten und Höhen. Der Termin spielt dem Meeting-Direktor Ralph Hirsch in die Karten: „Dadurch, dass die Deutschen Meisterschaften so zeitig wie noch nie stattfinden, nur drei Wochen nach dem Anhalt-Meeting, werden vor allem die deutschen Leichtathleten früher fit und somit auf einem hohen Niveau sein. Es ist ein noch besserer Leistungsmodus zu erwarten als in den vergangenen Auflagen.“ Zudem werden zahlreiche internationale Sportler den Termin zu schätzen wissen. „Es ist realistisch, dass einige Qualifikationen für Olympia an diesem Abend positiv ausfallen. Die Athleten wollen die Normen knacken“, betont Hirsch. 

 

In dreizehn Disziplinen werden sich Deutsche Meister, Europa- sowie Weltmeister und Olympiasieger im Paul-Greifzu-Stadion die Ehre geben. Die Frauen treten über 400, 800 sowie 1500 Meter, über 100 Meter Hürden und im Dreisprung an. Die Männer messen sich im 100, 800, 1500 sowie 3000 Meter-Lauf, im Stabhochsprung, Diskuswerfen, Speerwurf und - erstmalig - im Dreisprung.

 

1998, ein Jahr nach der Fertigstellung der neuen Anlage des Dessauer Stadions, wurde mit der Einweihung durch den U 23-Länderkampf Deutschland/Schweiz/Frankreich der Vorläufer des heutigen Anhalt-Meetings, welches ein Jahr später seine Premiere feierte, veranstaltet. „Das war der Urknall einer neuen Ära“, beschreibt Hirsch den Beginn des heutigen bedeutendsten Leichtathletik-Events Deutschlands nach dem ISTAF in Berlin. „Wir haben eine Neuerfindung des Wettkampfes geschaffen, die seit fast zwei Jahrzehnten Bestand hat.“ Damals, bei jenem Länderkampf, gab es die Disziplin Dreisprung. Es gewann Tobias Pöss mit 16,18 Metern. 16,18 Meter gilt es bei den Männern für einen neuen Stadionrekord zu überbieten. Die Norm für Rio liegt bei 16,85 Metern.

 

Über die Jahre hinweg entwickelte sich „eine hochkarätige Leichtathletik-Veranstaltung über zweieinhalb Stunden, die in ihrem Format die Zuschauer in jeder Sekunde restlos begeistert. Und dieser Anspruch wird weitergeführt. Wir werden Spitzenleichtathletik zelebrieren“. Die Voraussetzung dafür ist ein großes Organisationsnetzwerk, das dem Veranstalter Anhalt Sport e.V. zur Seite steht. Dazu gehören das Referat Sportförderung, der 1. Leichtathletik Club Dessau sowie der Polizeisportverein Dessau, das avendi Team und weitere Sportvereine der Stadt. Auch die beiden Hauptsponsoren, die Stadtsparkasse und die Stadtwerke der Stadt Dessau, halten dem Anhalt-Meeting die Treue.    

  

Bereits Stunden vor dem Hauptprogramm, das 18.30 Uhr beginnt, wird es traditionell ein buntes Sportfestival geben. Gemeinsam mit den Wettkämpfen in den Abendstunden garantiert der Tag mit insgesamt fünf Ereignissen eine Fülle an Erlebnissen. Ab 15 Uhr findet auf dem Stadionnebenplatz ein Kindertagsportfest mit Rahmenprogramm statt. Vom Kindergarten- bis zum Grundschulkind, für alle ist etwas dabei. Im Stadioninneren wird eine Reihe von bundesoffenen Jugendwettkämpfen in den Disziplinen Weitsprung, Speerwerfen und im 800 Meter-Lauf ausgetragen. Außerdem wird Dessau-Roßlaus Supersprinter ermittelt. Dabei treten die schnellsten Dessau-Roßlauer Jungen und Mädchen gegen die schnellsten Läufer aus Wittenberg an. Die startenden sieben- bis 12-jährigen Schüler sind die besten ihrer Jahrgänge. In Vorausscheiden haben sie sich für die Finalläufe qualifiziert. 17.30 Uhr beginnt der fünfte Start zum Freizeitlauf ANHALT läuft mit Strecken über neun und drei Kilometer entlang der Mulde durch das Biosphärenreservat - Zieleinlauf wird 18.45 Uhr zur Eröffnung des Leichtathletik-Meetings sein. Aber nicht nur Freizeitläufer sind aufgerufen daran teilzunehmen, auch alle Walker und Nordic Walker können sich dem Abenteuer ganz ungezwungen hingeben. Und das Mitmachen lohnt sich: Zum einen ist die Teilnahme kostenfrei, zum anderen erläuft sich Jeder seine Eintrittskarte. Somit werden über 1000 Aktive, egal ob jung oder alt, klein oder groß, das beeindruckende Spektakel zusätzlich formen. Zum Abschluss, gegen 21.30 Uhr, wird ein großes farbenprächtiges Höhenfeuerwerk den Abendhimmel erleuchten.

   

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